Es ist insgesamt gesehen wieder einmal ein gutes Wochenende gewesen. Gestern habe ich in hübscher Begleitung ein Schwimmtraining absolviert; war echt hart nach so langer Zeit mal wieder 1 km im Wasser hinter mich zu bringen. Ich merke heute, dass ich mich solche Leistungen nicht mehr gewohnt bin. Anschliessend haben wir im Kino Ensemble c’est tout geschaut; netter Film, alles kommt gut. Nachher haben wir am Bellevue noch einen Happen zu uns genommen.
Heute morgen bin ich spät aufgestanden. Wie oben erwähnt fühlte ich mich als Folge des Schwimmtrainings ziemlich gerädert. Am Nachmittag packte ich mein Saxophon und ging in den Übungsraum. Nach einem halbstündigen Aufwärmen am Schlagzeug liess ich mit dem Sax los. Es lief ausgezeichnet; auch die 2-5-1 Verbindungen, die ich schon lange üben sollte, gingen ganz gut. Wenn ich regelmässiger üben würde, wären die rassig gelernt. Zum Abschluss habe ich noch auf der Gitarre rumgeschrummt.
Am Abend ging ich ans Dörflifest und habe mir dort ein Bami Goreng und einen Caipirinha reingezogen. Anschliessend bin ich ans Bellevue gelaufen. Dort habe ich sie dann gesehen: Schneewittchen. Ich habe zuerst meinen Augen nicht getraut und wollte es nicht wahrhaben.
Aber sie stand wirklich an der Tramhaltstelle: Weisses langes Kleid, dunkle lange Haare zu einem Rossschwanz gebunden und klassische, ebenmässige Züge. Sie kam mir fremd vor in dieser Welt. Was war geschehen? Hat der Jäger statt sie im Wald bei den sieben Zwergen auszusetzen am Bellevue stehen gelassen? Ging sie nach Hause zu ihrem Prinzen? Ich habe es leider unterlassen sie zu fragen. Da ich an der Sihlporte aussteigen musste um auf die Uetlibergbahn zu kommen, habe ich auch nicht mitbekommen wo sie ausgestiegen ist. Was hat das zu bedeuten, wenn Märchenfiguren in die reale Welt eindringen? Für mich war es ein cooles Erlebnis; ich hoffe Schneewittchen wiederzusehen
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