Im Moment bin ich auf ältere Bücher fixiert. Ich gehe zurück bis zu den Griechen. Die Odysse ist in Versform geschrieben und in Gesänge unterteilt. Die Formulierungen sind sehr speziell und man braucht etwas Zeit, bis man mit der homerschen Stilistik zurechtkommt. Hilfreich zu Beginn jedes Gesanges ist ein kurzer Abriss des nachfolgenden Verses, dadurch findet man sich recht schnell in der Geschichte zurecht. Sie trieben es ziemlich toll diese Götter, sozusagen Sex and Drugs and Rock’n'Roll in der Antike. Seitensprünge sind an der Tagesordnung und es herrscht Mord und Totschlag. Die Sterblichen auf der Erde sind nur Spielfiguren auf dem Schachbrett der Götter im Olymp. Zeus, der Big Boss, hat alle Hände voll zu tun, seine Mann- und Frauschaft im Zaume zu halten. Wobei die Göttinen ihren männlichen Kollegen in nichts nachstehen. Die Story ist sehr kurzweilig, wenn man sich eingelesen hat.
Es empfiehlt sich, wenn man sich in der griechische Mythologie zurechtfinden und mehr über die einzelnen Götter erfahren will, eine Enyklopädie anzuschaffen, welche detaillierte Informationen zu den Figuren enthält.
Der Ur-Dracula ist absolut spannend zu lesen und steht den heutigen Dracula-Stories, die meistens in Filmform daherkommen, in nichts nach. Auch die Form ist absolut originell gewählt: Die Geschichte wird mit Tagebucheinträgen und Briefen von verschiedenen Personen und somit aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Absolut empfehlenswert; obwohl dieses Buch schon 1897 geschrieben wurde.