Archiv für die Kategorie „Schlagzeug“

Panzerballet oder wie man Jazz und Metal unter einen Hut bringt

Montag, 12. Oktober 2009

Panzerballett - Hart Genossen Von ABBA Bis ZappaIch habe eine erfrischend neue Band entdeckt: Panzerballet. So ganz neu sind die Jungs in der Szene zwar nicht; es gibt die Band in wechselnder Besetzung schon seit 2004. Beim Duchgehen des Veranstaltungskalenders des JazzClubs Moods in Zürich bin ich auf sie gestossen; als Stilrichtung wurde Metal Jazz deklariert. Im Netz habe ich gesucht und habe ein paar Soundschnipsel der Band gefunden. Ich habe  mir im CD-Shop die beiden aktuellsten Alben besorgt: Starke Stücke (2008)  und Hart Genossen (2009). Beide Alben sind sehr abwechslungreich. In vielen Songs gibt es abrupte Wechsel zwischen den beiden Stilrichtungen; überraschende Rhytmuswechsel sind an der Tagesordnung. Es geht von Funk über Smooth Jazz bis zu dunkelstem Metal. Es werden sehr viele Songs gecovert; von ABBA über AC/DC und Deep Purple bis Zappa. Aber auch Rammstein und Nicole (!) dürfen nicht fehlen. Auf Hart genossen ist die Band etwas mehr auf Gesang eingestellt und wird dabei durch Conny Kreitmeir unterstützt. Panzerballett - Starke Stuecke

Da ich über eine Konzertankündigung auf die Band gestossen war, liess ich es mir nicht entgehen, sie auch gleich live zu sehen. Ich wurde nicht enttäuscht: live legte die Band noch einen Zacken zu. Jan Zehrfeld, der Kopf der Truppe, liess es nicht an originellen Überleitungen zwischen  und einiger Theatralik in den Stücken fehlen. Als dann für einige Songs  noch Conny Kreitmeier auf die Bühne kam, war die Band nicht mehr zu halten; es ging tierisch ab. Was mir speziell gefiel, war der Schlagzeuger, der mit seinen Doppelpaukensalven den einzelnen Kompositionen einigen Pfeffer verlieh und andrerseits das rhytmische Gefüge zusammenhielt.

Die Band ist sicher nichts für Jazzpuristen; aber jemand der auf der Suche nach innovativer, origineller Musik ist, der ist mit Jan Zehrfelds’s Panzerballett gut bedient.

Peinlich

Donnerstag, 10. April 2008

Bei mir ist im Moment der Wurm drin.  Als ich im Übungsraum mein Sax für unsere wöchentliche Jam-Session auspacken will, merkte ich, dass mein Mundstück zu Hause liegt. Ich habe dann wieder einmal die Schlagzeugstöcke in die Finger genommen; war auch ganz cool. Nach einer Stunde gingen wir dann einen Kaffee trinken. Bin im Moment am Abend schlapp und müde, habe absolut keine Energie. Ich bin froh, dass ich in drei Wochen Ferien habe; da will ich schauen, dass sich da was ändert.

Schneewittchen am Bellevue

Sonntag, 26. August 2007

Es ist insgesamt gesehen wieder einmal ein gutes Wochenende gewesen. Gestern habe ich in hübscher Begleitung ein Schwimmtraining absolviert; war echt hart nach so langer Zeit mal wieder 1 km  im Wasser hinter mich zu bringen. Ich merke heute, dass ich mich solche Leistungen nicht mehr gewohnt bin. Anschliessend haben wir im Kino Ensemble c’est tout geschaut; netter Film, alles kommt gut. Nachher haben wir am Bellevue noch einen Happen zu uns genommen.

Heute morgen bin ich spät aufgestanden. Wie oben erwähnt fühlte ich mich als Folge des Schwimmtrainings ziemlich gerädert. Am Nachmittag packte ich mein Saxophon und ging in den Übungsraum. Nach einem halbstündigen Aufwärmen am Schlagzeug liess ich mit dem Sax los. Es lief ausgezeichnet; auch die 2-5-1 Verbindungen, die ich schon lange üben sollte, gingen ganz gut. Wenn ich regelmässiger üben würde, wären die rassig gelernt. Zum Abschluss habe ich noch auf der Gitarre rumgeschrummt.

Am Abend ging ich ans Dörflifest und habe mir dort ein Bami Goreng und einen Caipirinha reingezogen. Anschliessend bin ich ans Bellevue gelaufen. Dort habe ich sie dann gesehen: Schneewittchen. Ich habe zuerst meinen Augen nicht getraut und wollte es nicht wahrhaben.

Aber sie stand wirklich an der Tramhaltstelle: Weisses langes Kleid, dunkle lange Haare zu einem Rossschwanz gebunden und klassische, ebenmässige Züge. Sie kam mir fremd vor in dieser Welt. Was war geschehen? Hat der Jäger statt sie im Wald bei den sieben Zwergen auszusetzen am Bellevue stehen gelassen? Ging sie nach Hause zu ihrem Prinzen? Ich habe es leider unterlassen sie zu fragen. Da ich an der Sihlporte aussteigen musste um auf die Uetlibergbahn zu kommen, habe ich auch nicht mitbekommen wo sie ausgestiegen ist. Was hat das zu bedeuten, wenn Märchenfiguren in die reale Welt eindringen? Für mich war es ein cooles Erlebnis; ich hoffe Schneewittchen wiederzusehen ;-)