Ich habe eine erfrischend neue Band entdeckt: Panzerballet. So ganz neu sind die Jungs in der Szene zwar nicht; es gibt die Band in wechselnder Besetzung schon seit 2004. Beim Duchgehen des Veranstaltungskalenders des JazzClubs Moods in Zürich bin ich auf sie gestossen; als Stilrichtung wurde Metal Jazz deklariert. Im Netz habe ich gesucht und habe ein paar Soundschnipsel der Band gefunden. Ich habe mir im CD-Shop die beiden aktuellsten Alben besorgt: Starke Stücke (2008) und Hart Genossen (2009). Beide Alben sind sehr abwechslungreich. In vielen Songs gibt es abrupte Wechsel zwischen den beiden Stilrichtungen; überraschende Rhytmuswechsel sind an der Tagesordnung. Es geht von Funk über Smooth Jazz bis zu dunkelstem Metal. Es werden sehr viele Songs gecovert; von ABBA über AC/DC und Deep Purple bis Zappa. Aber auch Rammstein und Nicole (!) dürfen nicht fehlen. Auf Hart genossen ist die Band etwas mehr auf Gesang eingestellt und wird dabei durch Conny Kreitmeir unterstützt. ![]()
Da ich über eine Konzertankündigung auf die Band gestossen war, liess ich es mir nicht entgehen, sie auch gleich live zu sehen. Ich wurde nicht enttäuscht: live legte die Band noch einen Zacken zu. Jan Zehrfeld, der Kopf der Truppe, liess es nicht an originellen Überleitungen zwischen und einiger Theatralik in den Stücken fehlen. Als dann für einige Songs noch Conny Kreitmeier auf die Bühne kam, war die Band nicht mehr zu halten; es ging tierisch ab. Was mir speziell gefiel, war der Schlagzeuger, der mit seinen Doppelpaukensalven den einzelnen Kompositionen einigen Pfeffer verlieh und andrerseits das rhytmische Gefüge zusammenhielt.
Die Band ist sicher nichts für Jazzpuristen; aber jemand der auf der Suche nach innovativer, origineller Musik ist, der ist mit Jan Zehrfelds’s Panzerballett gut bedient.